Muse

Ich hatte es ja schon in meinem allerersten Eintrag angesprochen: Wenn ich mir meine Lieblingsblogs durchlese, bewundere ich immer die Kreativität und Ideenvielfalt, die manche Schreiberlinge in jedem Beitrag versprühen. Komischerweise fallen mir die tollsten Beiträge (oder jedenfalls geben sich diese Ideen dafür aus) immer dann ein, wenn ich gerade meilenweit vom nächsten Computer weg bin. Sitze ich dann einmal vor der Eingabemaske und will unbedingt etwas schreiben - dann verlässt mich die Muse meistens. Grund genug, sich einmal näher mit der Muse auseinanderzusetzen:

Wikipedia erklärt,  eine Muse sei eine Person, meistens eine weibliche, die andere Menschen zu kreativen Leistungen anspornt. Und das machen diese Wesen schon eine ganze Weile lang so: Seit der Antike kennen Künstler den “Musenkuss”, beklagen Literaten das Fehlen der göttlichen Eingebung. Denn das vor allem sollten die Musen darstellen: den Eingriff des göttlichen Elements in den Niederungen menschlichen Daseins. Nun, das ist natürlich für mich als ungläubigen Menschen nichts - kein Wunder das die Muse mich nicht küssen mag.

Andererseits waren und sind Musen auch immer reale Personen: Charlotte von Stein inspirierte Goethe, Alma Mahler-Werfel bändelte gleich mit drei Künstlern an und Yoko-Ono war für John Lennon ebenfalls eine Art kreativer Motor. Insofern kann ich also noch auf eine dieser realen “Multiplikatorinnen” hoffen.

Ich möchte aber noch auf eine dritte Form der Muse aufmerksam machen: Die Band Muse. Das 1996 gegründete Trio um Sänger und Gitarrist Matthew Bellamy hat nicht nur den Namen gemein mit den griechischen kreativitätseinflössenden Damen, sondern auch eben jene Schaffenskraft. Die Musik von Muse ist für mich mehr als einfach nur Musik. Etwas, und ich kann es nicht genau beschreiben, ist bei dieser Gruppe “mehr” als bei anderen. Emotionen:  Jeder Song ein Gefühlsausbruch. Vielschichtigkeit: Jeder Text beherbergt eine Vielzahl an Gedanken. Kraft: Jeder Akkord sprudelt nur so vor Schaffendrang, manchmal auch vor physischer Hingabe (mich würde an dieser Stelle interessieren, wie viele Gitarren Matthew verschlissen hat.). Einfach phantastisch. Insofern habe ich bereits eine wahre Muse gefunden.

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